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Historie

Historie des Vereins

Der  Schützenverein Oberursel führt seine Gründung auf das Bestehen der Bürgerwehren im 14. und 15. Jahrhundert zurück. Obwohl schon vor dem Jahr 1464, aus dem die erste schriftliche Unterlage über das Bestehen einer Bürgerwehr in Oberursel vorliegt, solche, wie in den Nachbarstädten Kronberg und Bad Homburg, bestanden, geben wir als Gründung das Jahr 1464 an, in dem erstmalig eine  Schützenordnung erwähnt wird, die jedoch in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges verloren ging. Oberursel erhielt 1444 Stadtrechte und es besteht kein Zweifel, dass zur Verteidigung der Stadt schon zu dieser Zeit Bürgerwehren sorgen mussten. Zur guten Ausbildung gehörte damals wie heute Übung und so wurden auch damals regelmäßige Übungsschießen durchgeführt. Ausgetragen wurden sie auf dem damaligen Schießgelände in der Au (in der heutigen Aumühlenstraße, zwischen Allee und Feldbergstraße). Auch Preisschießen wurden abgehalten, zu denen Vereine der umliegenden Städte eingeladen wurden, wie auch die Oberurseler Schützen an den Veranstaltungen der Nachbargemeinden teilnahmen. Aus bekannten Schießordnungen anderer Nachbarstädte ist zu schließen, dass auch in Oberursel  solche vorlagen.

Im 15. Jahrhundert wurde mit der Armbrust geschossen, erst ca. ab dem Jahr 1500 wurden auch Büchsenschießen veranstaltet, zunächst mit glatten  Rohren, später auch mit gezogenen Läufen. Im 30-jährigen Krieg kam das Schützenwesen fast vollständig zum Erliegen. Erst 1654 gaben sich die Schützen wieder eine  neue Ordnung. Im Jahre 1813 traten die Schützen des damaligen Amtes Oberursel dem Landsturm bei, der 1821 wieder aufgelöst wurde. Aus dieser Zeit besitzt der Schützenverein Oberursel noch eine alte Fahne mit der Aufschrift "Bataillon  Oberursel" und der Jahreszahl "1813". Die Rückseite zeigt ein handgemaltes Wappen mit dem Nassauischen Löwen und der Aufschrift "Herzogtum Nassau".  Eine weitere schwarz-rot-goldene Fahne stammt aus dem Jahr 1848, dem Jahr der ersten Nationalversammlung in der Paulskirche Frankfurt.

1909 wurde dem Verein das Gelände des heutigen Schießstands im Forsthausweg zur Verfügung gestellt. Die Einweihung des neuen Standes, verbunden mit dem 450-jährigen  Vereinsjubiläum 1914 mußte wegen des 1.Weltkrieges ausfallen. Nach dem 1.Weltkrieg begann der Schützenverein 1922 wieder mit 95 Mitglieder. Ein in Oberstedten bestehender Schützenverein wurde 1940 mit dem Oberurseler Schützen zwangsweise zur "Schützengemeinschaft e.V. gegr. 1464 Oberursel" vereinigt. Nachdem der Schießsport nach dem 2.Weltkrieg wieder ausgeübt werden durfte, entstand aus dieser Schützengemeinschaft wieder der Schützenverein Oberursel.

Bereits 1968 plante man eine Aufstockung des Standes. Aber aus finanziellen Gründen konnte erst 1976 mit einer teilweisen Überdachung begonnen werden und 1984 wurde dann eine Aufstockung und Erweiterung um Luftgewehrstände und Gemeinschaftsräume realisiert.

Der Wiederaufbau nach dem 2.Weltkrieg ist mit dem langjährigen 1.Vorsitzenden  Josef Schneider und die Erweiterung 1984 mit dem ebenfalls lange Jahre amtierenden  1.Vorsitzenden Erich Illing eng verbunden. Im Jahre 1964 feierten die Schützen ihr Jubiläum "500 Jahre Schützenverein", 500 Jahre Stadtgeschichte, gemeinsam  mit der Stadt Oberursel. Zu diesem Jubiläum stifteten die Schützenbrüder Gerhard  Meißen und Gerhard Bock dem Verein eine neue Fahne mit der Aufschrift "Schützenverein 1464-1964 Oberursel" und einer Abbildung des alten Rathauses.

Die Geschichte des Schützenvereins, ist, wie geschildert, eng mit der Stadt Oberursel verbunden. Erst als Bürgerwehr und als 1821 der militärische Charakter abgelegt wurde, als ältester Verein der Stadt Oberursel, der sich dem Sportschießen im Deutschen Schützenbund und dem Bewahren der Schützentradition verschrieben hat.

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